Klassische Hundeschulen bieten verschiedene Kurse an, wie z.B. einen Welpenkurs, einen Junghundekurs, einen Agilitykurs und einen zur Leinenführigkeit oder dem perfekten Rückruf.
Diese Kurse haben oft einen Start und ein Ende und man zahlt im Voraus für die Kursstunden. Das bedeutet:
Man muss gegebenefalls warten, bis der passende Kurs beginnt und kann nicht direkt starten, wenn man Lust und Bedarf hat.
Außerdem zahlt man für Stunden im Voraus, die man eventuell gar nicht alle besuchen kann oder möchte.
Wird der Hund krank, die Arbeitszeiten ändern sich oder einem sagt der Kurs doch nicht mehr zu und man fühlt sich in der Gruppe nicht wohl, hat man umsonst bezahlt.
Auch für mich als Veranstalterin wäre das sehr unangenehm.
Kurse haben aber einen entscheidenden Vorteil: Sie motivieren am Ball zu bleiben und wenn man einen Kurs gebucht und bezahlt hat, geht man in der Regel auch hin. Es dauert, bis man mit seinem Hund seine Ziele erreicht und dran zu bleiben ist unerlässlich.
Bei Bochum bellt muss man sich selbst motivieren und sich seine Gruppenstunden in Eigenregie buchen. Dafür hat man ein extrem hohes Maß an Flexibilität und bucht Stunden ganz nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen.
Das Gleiche gilt für Einzelstunden, da werden auch keine Pakete verkauft, sondern jeder bucht sich so oft Einzelstunden, wie man möchte und sie braucht.
Meine erste Hundeschule eröffnete ich 2006 in Ludwigsburg. Schon damals gab es keine festen Kurse. All die Jahre habe ich dieses Konzept nicht bereut, denn:
In den Gruppen-und Einzelstunden sind motivierte Menschen, die Lust haben auf die Arbeit mit ihren Hunden. Menschen, die sich bei Bochum bellt mit mir und meinen tollen Kolleginnen wohlfühlen, denn sie könnten jederzeit die Hundeschule wechseln und tun es nicht.
Dieses Klima mag ich und die Art zu arbeiten ist viel angenehmer, als mit Kunden zutun zu haben, mit denen es vielleicht menschlich oder inhaltlich nicht passt, man aber noch 8 Kursstunden miteinander verbringen muss.
Zudem finde ich Kurse nicht individuell genug. Jedes Hund Mensch Team hat eine andere Ausgangslage, die einen lernen schnell, andere brauchen länger. Bei denen einen hakt es hier, bei den anderen da.
Diese unterschiedlichen Menschen und diese unterschiedlichen Hunde alle in ein Kurskonzept zu pressen, was über 10 Termine ein spezielles Thema behandelt, erscheint mir nicht hilfreich.
Es geht viel Zeit für Allgemeinbildung drauf, statt die einzelnen Teams da abzuholen, wo sie wirklich stehen und ihnen die Tipps zu geben, die sie brauchen, um ihre Ziele zu erreichen.
Bevor man also 10 Kursstunden bucht und bezahlt, kann man auch ein, zwei oder drei Einzelstunden buchen und sich individuell betreuen lassen in einem Zeitraum von einigen Wochen.
Die Einzelstunden behandeln dann auch nicht nur ein Thema, sondern ihr werden ganzheitlich beraten.
Das Geld ist das Gleiche, der Benefit aber größer, meiner Meinung nach.
Die einzeln buchbaren Gruppenstunden ermöglichen euch ganz flexibel zu sein, was die Themen, die Zeiten und die Trainingsorte angeht.
Ob Beschäftigungsangebote, Stadttraining, Sozialkontaktstunden, Workshops oder Alltagstraining, ihr entscheidet, was ihr gerade braucht und auf was ihr Lust habt.
Am Ball zu bleiben lohnt sich aber immer, denn ihr lernt viel und werdet immer sicherer im Umgang mit euren Hunden.
Und das gilt nicht nur für junge Hunde, auch erwachsene Hunde müssen weiter gefördert werden.
Zudem macht es Spaß. :)

