Diese und ähnliche Aussagen höre ich oft in meinen Stunden. Man möchte seinen Hund nicht dressieren, sondern er soll „Hund“ bleiben, aber trotzdem hören, sich anpassen und Freiheiten genießen können.

Ich teile die Vorstellung nicht, dass Training und Hundeerziehung für Hunde „eine Zumutung“ sind, aber ich verstehe, was damit gemeint ist.

Hunde sollen keine Roboter werden, sie sollen ihren eigenen Charakter behalten, denn den finden wir so liebenswert.

Allerdings möchten wir mit unseren Hunden auch stressfrei den Alltag gestalten und harmonisch zusammenleben.

Es ist für die Hunde schwierig, sie haben das Recht auf einen fairen und für sie verständlichen Umgang. Wir müssen sie in unsere Welt integrieren und das ist gar nicht so leicht.
Dazu gehört auch Training, dadurch können sie schrittweise lernen, was unsere Worte und Gesten bedeuten und dass sie auch dann gelten, wenn es rund rum aufregend ist.
Das gibt ihnen Sicherheit und ermöglicht ihnen Freiheiten, die sie ohne Training vermutlich nicht genießen könnten.
Es ist etwas Aufwand und braucht einen Plan, Zeit und Engagement.
Aber es schadet den Hunden nicht und verändert auch nicht den Charakter.
Es macht sogar Spaß, verbessert die Bindung und das Verständnis zwischen Hund und Mensch.
Hundetraining ist keine Dressur auf Kosten der Hunde, sondern eine schöne gemeinsame Beschäftigung.

Trainierte, erzogene und gut sozialisierte Hunde können ihr Hundeleben viel freier genießen und das haben sie verdient.



ZWW 27. September 2025 18 Scaled 1